2009 und die Welt steht wieder mal still
Soeben lief es über die Ticker. Sämtliche Online Magazine und Nachrichtensender berichten von der Bodenoffensive der isralischen Armee in den Gaza Streifen. Nachdem mehrere Ziele in diesem Gebiet mit Luftangriffen bombardiert wurden, werden nun Bodentruppen einmarschieren, um die Stellungen der Hamas ausfindig zu machen und zu eliminieren.
Schon in den letzten Tagen wurden die israelischen Streitkräfte an der Grenze zum Gazastreifen gesammelt und auf einen Angriff vorbereitet. Die Angriffe der Luftwaffe auf Stellungen der Hamas haben abgenommen. Es wurde vermutet, dass sich die Regierung noch uneinig sei, ob sie einen Bodenangriff starten oder nicht. Da die Hamas der Forderung nicht nachkam, die Raketenangriffe auf israelische Grenzgebiete zu beenden, hat das Kabinett heute für die Bodenoffenive grünes Licht gegeben. Gleichzeitig deutet die Einberufung von ca. 9.000 Resvervisten auf einen langanhaltenden und erbitterte Widerstand der Hamas hin. “Es wird kein Schulausflug” so Avi Benayahu Vorgesetzter der Armee.
Die Hamas zeigt sich kampfesbereit. Zugleich haben sie gewarnt, die “Soldaten der Besatzungsmacht müssen begreifen, dass auf Euch das dunkle Schicksal von Tod, Verletzung und Gefangennahme wartet“. Genährt von der Rache des gestorben Hamas Kommandeurs Abu Sakaria al-Dschamal sind die Fronten verhärtet.
Was bleibt ist das viele Leid auf beiden Seiten und die Uneinsichtigkeit. Bislang sind 470 Personen ums Leben gekommen, davon 75 Kinder und Jugendliche sowie 37 Frauen. Nach Angaben der UN Organisation sei die Lage “entsetzlich” dennoch gibt es keine “humanitäre Waffenruhe” um die Zivilisten in den Kriegsgebieten zu versorgen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt. Die Lunte am Pulverfass ist angezündet und ist bedrohlich nahe. Auch der Libanon, der im Jahr 2006 eine kriegerische Auseinandersetzung mit Israel hatte, aufgrund der Entführung zwei israelischer Soldaten sowie der Tötung drei Weiterer, steht an den Grenzen und die Hisbollah wartet. In vielen europäischen Städten wird demonstriert und in Ägypten werden die diplomatischen Beziehung der Regierung in diesem Konflikt von der Bevölkerung mit Argwohn beobachtet. Und vom polemischen Disput aus dem Iran wird der Angriff Israels aufgesogen und ist ein gefundenes Fressen für weitere unheilvolle Worthülsen.
Der Nahe Osten ist und bleibt die kaputte Bandscheibe der Welt. Wenn es klemmt strahlt und schmerzt es in alle Richtigungen und wird sie nicht repariert, humpelt die Welt.
Januar 4th, 2009 at 16:39
Lässt die kaputte Bandscheibe die Welt nur einfach humpeln? Und was sind dann die anderen Krisenherde? Ein Husten oder schon chronische Bronchitis? Und viel wichtiger sind die mächtigen der Welt die richtigen Ärzte?